Montagsfrage KW06/2020 | Schreiben außerhalb der eigenen Erfahrung?

Huch, habe ich doch glatt die Montagsfrage vergessen! Gerade ist sie mir beim E-Mails checken wieder eingefallen (da ich Antonia von Lauter&Leise folge und per E-Mail über ihre Beiträge benachrichtigt werde).

Heute hat sie sich wieder eine sehr interessante Montagsfrage überlegt, die ich – wenn auch zu später Stunde – gerne noch beantworten möchte.

Die Frage lautet:

Kann ein Autor über etwas außerhalb der eigenen Erfahrung schreiben? (Und muss er es sogar?)

Montagsfrage

Diese Frage lässt sich mit einem ganz klaren JA beantworten. Natürlich kann ein Autor über ein Thema schreiben, das er noch nie selbst erlebt hat. Sonst müsste ein Krimiautor ja Menschen umbringen, um drüber schreiben zu können. Ich glaube auch nicht, dass Tolkien gegen Orks gekämpft hat, bevor er „Der Herr der Ringe“ schrieb.

Die Welt der Bücher wäre ganz schön langweilig, wenn der Autor nur über Dinge schreiben würde, die er selbst erlebt hat. Nicht jeder hat so ein aufregendes Leben wie irgendwelche Promis. Das wichtigste Werkzeug beim Schreiben ist doch die Fantasie und Empathie des Autors. Er schlüpft in Rollen, wie ein Schauspieler.

ABER: Wenn ein Autor über ein „fremdes“ Thema schreibt, muss er UNBEDINGT vorher gut darüber recherchieren. Er muss sich so gut über das Thema auskennen, als ob er es selbst erlebt hätte. Und obwohl all die Dinge, die er recherchiert hat, nur zu einem kleinen Teil später in seinem Roman vorkommen werden (keine Macht dem Infodump!), muss er sie dennoch wissen, um glaubhaft darüber schreiben zu können.

So, das war jetzt gefühlt etwas chaotisch und kurz, aber da es schon gleich 23 Uhr ist, denke ich, das reicht für die heutige Montagsfrage. Ich hoffe, nächste Woche denke ich daran, wieder früher mitzumachen.


Vielleicht interessiert dich auch das?

Achtung!

Beim Kommentieren dieses Beitrags werden Daten (z. B. Name, E-Mail, Website, IP-Adresse) erhoben und gespeichert. Mit dem Absenden deines Kommentars erklärst du dich mit der Datenschutzerklärung einverstanden.