Clarissas Plan | KW39/2019 #WritingFriday

Huhu! :)

Heute mache ich wieder beim #WritingFriday mit, einer Aktion, die auf dem Blog Read Books And Fall In Love von Elizzy gehostet wird.

Jeden Monat gibt uns die liebe Elizzy neue Schreibthemen vor, von denen wir uns immer freitags eines aussuchen und darüber schreiben dürfen.

Im September 2019 sind es diese Schreibimpulse:

writingfriday2019_header-1100x633Ich schreibe heute zum Thema:  Clarissa ist 18 Jahre alt und lebt im Jahr 2119 in einer Untergrundorganisation in London. Gegen was setzt sie sich mit den anderen Mitgliedern ein?

Clarissas Plan

„Leute, ich habe die Lösung!“ Clarissa genoss es, wie gespannt ihre Kameraden sie ansahen. Sie liebte es, im Mittelpunkt zu stehen und genoss die Aufmerksamkeit in vollen Zügen. „Wir machen es wie dieser Kerl vor 175 Jahren in Nazideutschland.“

Suzie kratzte sich am Kopf und fragte irritiert: „Welcher Kerl?“

„Dieser Stauffenberg, oder wie der hieß“, erklärte Clarissa. „Hast du in Geschichte nicht aufgepasst?“

„Doch, aber das 20. Jahrhundert war nie so mein Fall. Das ist doch Schnee von gestern.“ Suzie rümpfte die Nase.

„Überhaupt nicht“, sagte Ben. „Wir können von den Aufständischen von damals noch viel lernen. Schließlich waren sie in einer ganz ähnlichen Situation wie wir heute.“

Suzie schnaubte. „Nur, dass sie da Menschen gegenseitig abschlachteten. Sie waren ebenbürtige Gegner. Aber wir, wir haben es mit einer übergeordneten Spezies zu tun. Egal was wir machen, die Animen sind uns immer einen Schritt voraus.“

„Deshalb habe ich ja auch für Chancengleichheit gesorgt.“ Clarissa verschränkte die Arme vor der Brust und betrachtete mit einem Grinsen die fragenden Gesichter ihrer Kameraden. „Wir schlagen sie mit ihren eigenen Waffen.“

„Das Mädel spricht in Rätseln“, bemerkte Suzie und kaute auf dem Bleistift herum, mit dem sie sich eigentlich Notizen machen sollte.

„Nun rück schon damit raus“, drängte Hal.

„Ja, spann‘ uns nicht länger auf die Folter.“ Ben knuffte Clarissa in die Schulter.

„Okay, also mein Plan ist: Wir platzieren eine Bombe im Imperiumspalast. Oder genauer gesagt: In Mr Lionkings Büro.“

Ben rollte mit den Augen. „Wie willst du das denn anstellen? Wir können doch nicht einfach in den Imperiumspalast marschieren und mal schnell eine Bombe reinschleppen.“

„Nicht wir“, sagte Clarissa und machte eine Pause, um die Spannung zu erhöhen.

„Sondern?“, fragte Suzie ungeduldig.

„Mr Fox.“

„Mr Fox?“, wiederholte Hal ungläubig. „Der engste Berater von Lionking?“

„Jap! Na, was sagt ihr?“

„Wie willst du den denn für unsere Sache gewinnen?“ Ben runzelte die Stirn. „Er ist Lionkings rechte Hand und ist ihm hundertprozentig treu.“

Clarissa schüttelte den Kopf. „Um ehrlich zu sein, wartet er vor der Tür. Soll ich ihn hereinbitten?“

Ihre Freunde rissen Mund und Augen auf. Damit hätte keiner von ihnen gerechnet. Clarissa ging zur Tür und kam wenig später mit dem Fuchsmenschen zurück.

„Guten Abend“, säuselte Mr Fox und setzte sich zu der kleinen Gruppe. Sein Fell leuchtete orangerot im Licht der Neonröhre. Er stellte eine kleine Aktentasche neben seinem Stuhl ab.

Suzie sprang auf. „Clarissa, bist du verrückt, einen Animan in unser Hauptquartier zu lassen?“

„Beruhige dich!“ Clarissa hob die Hände. „Er will uns helfen. Mr Lionking ist ihm schon lange ein Dorn im Auge. Er wird ihn töten und die Menschheit aus der Hand der Animen befreien.“

„Aber er ist selbst ein Animan. Wie kannst du ihm nur vertrauen?“ Suzie kniff die Augen zusammen und betrachtete abschätzig den Fuchs.

„Ich möchte euch wirklich helfen“, sagte Mr Fox mit ruhiger Stimme. „Es ist, wie Clarissa sagt. Ich möchte, dass Mr Lionking verschwindet und die Menschen wieder die Herrschaft über die Erde bekommen. Ich verspreche euch, dass … oh, Moment. Mein Ohrchip klingelt. Ihr entschuldigt mich einen Moment?“

Der Fuchs sprang auf und verließ den Raum, um das Telefonat anzunehmen. Bei der kleinen Gruppe von Menschen brach derweil eine lautstarke Diskussion aus.

„Ich traue ihm nicht. Er will uns sicher nur verarschen!“, rief Suzie.

„Ich weiß nicht. Er macht einen ehrlichen Eindruck.“ Ben wiegte seinen Kopf hin und her, als würde er ausloten, ob er Fox trauen konnte oder nicht.

„Wie bist du denn an ihn rangekommen, Clarissa?“

„Das war nicht ganz einfach, ich …“, begann das Mädchen.

„Ruhig!“, unterbrach sie Hal. „Hört ihr das auch?“

„Was denn?“ Clarissa sah ihren Kameraden stirnrunzelnd an.

„Das Ticken.“

Sie schwiegen und lauschten. Tatsächlich war ein leises, aber gleichmäßiges Ticken zu hören, wie von einem uralten Wecker.

„Das kommt aus der Aktentasche“, stellte Suzie fest. Für einen Moment war alles still, dann sprangen die Jugendlichen auf.

„Raus hier, schnell!“

Ich hoffe, meine kleine Geschichte hat dir ein bisschen gefallen. Wenn du mehr über meine Schreiberei erfahren möchtest, kannst du dir meinen Vlog mal ansehen. Ich habe heute nach langem mal wieder ein Update hochgeladen. Hier kommst du direkt zum Video. „Myna Kaltschnee“ ist übrigens mein zweites Pseudonym.


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