Jennys freier Tag | KW35/2019 #WritingFriday

Heyho,

auch heute mache ich wieder bei Elizzys #WritingFriday mit. Jeden Monat gibt uns die liebe Elizzy neue Schreibthemen vor, von denen wir uns immer freitags eines aussuchen und darüber schreiben dürfen.

Im August 2019 sind es diese Schreibimpulse:

writingfriday2019_header-1100x633Ich schreibe heute zum Thema: Schreibe eine Geschichte und flechte darin folgende Wörter ein: Malkasten, Sonnenblumen, hungrig, Orange, Unglück

Jennys freier Tag

Als Jenny am Montag erwachte, war sie ganz besonders gut gelaunt. Normalerweise waren Montage ja ihre absoluten Hasstage. Das Wochenende war vorbei und man musste wieder früh raus und zur Arbeit. Aber heute war Jennys freier Tag, denn sie hatte am Samstag Wochenendschicht gehabt.

Nachdem sie ihre Morgentoilette erledigt und etwas gefrühstückt hatte, überlegte sie, wie sie diesen Tag am besten nutzen konnte. Sie wollte etwas tun, was ihr neue Energie und Lebensfreude spendete. Es musste etwas Kreatives sein, etwas, das sie schon lange nicht mehr getan hatte. Ihr Blick fiel auf Das Sonnenblumengemälde, das sie vor Jahren gemalt hatte. Das ist es, dachte Jenny und ging in den Hobbyraum, um nach ihrem Malkasten zu suchen. Sowohl ihre Ölfarben, als auch ein geeignetes Motiv waren schnell gefunden: Sie wollte die Obstschale malen, die auf dem Esszimmertisch stand. Sie war gefüllt mit mehreren Äpfeln, einer Orange, zwei Bananen und ein paar Weintrauben.

Jenny genoss es, die Leinwand mit bunten Farben zu bestreichen. Sie war sofort im Flow und malte, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Gegen Mittag kam ihr Mann Oliver nach Hause. Er küsste sie und bewunderte ihr halbfertiges Kunstwerk. „Das ist aber großartig geworden.“
„Es ist ja noch nicht fertig.“ Jenny bekam ganz glühende Wangen, dann tauchte sie den Pinsel ins Rot, um den Apfel zu malen. „Sollen wir uns nicht etwas zu essen machen? Ich bin hungrig„, meinte Oliver.

„Ist okay, ich brauche sowieso mal eine Pause. Ich koche uns was Feines“, sagte Jenny. Sie schlenderte in die Küche und schnitt Gemüse klein, um es in der Pfanne anzudünsten. Dazu wollte sie eine Currysoße zaubern und eine halbe Tasse Reis kochen. Plötzlich rutschte sie mit dem Gemüsemesser ab. Ein jäher Schmerz fuhr durch ihren Zeigefinger. Jenny schrie auf und fluchte. Schnell umwickelte sie die blutende Wunde mit einem Stück Küchenpapier.
„Alles in Ordnung?“ Oliver kam in die Küche gerannt, weil er den Schrei gehört hatte.
„Ich hab mich … geschnitten“, stammelte Jenny. Ihr wurde schwindelig und schwarze Punkte tanzten vor ihren Augen.
„Lass mal sehen.“ Oliver wickelte sanft das Küchenpapier ab und betrachtete den Schnitt. „Ach du Schande. Das ist tief, aber ich glaube, man muss es nicht nähen. Da hattest du Glück im Unglück.“
„Mir ist schlecht …“, brachte Jenny noch hervor, dann sackte sie zusammen.


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