#WritingFriday #27 | Flocke und Eisy

Hey ho,

dieser Beitrag ist ein ganz besonderer Beitrag. Es ist nämlich mein 100. Beitrag auf diesem Blog. Juhuuu!!! Grund zu feiern. :D

Heute mache ich wieder bei Elizzys #WritingFriday mit. Kommt mir ganz gelegen, denn ich schreibe beim NaNoWriMo ja gerade auch Kurzgeschichten und da zähle ich die vom #WritingFriday natürlich mit, auch wenn die in der Regel kürzer sind, als die anderen, die ich bereits geschrieben habe. Momentan schreibe ich an einer Kurzgeschichte, die bereits die 10.000 Wörter gesprengt hat. Da bin ich irgendwie ein bisschen eskaliert. :D

Nun aber zum #WritingFriday. Die liebe Elizzy gibt uns jeden Monat mehrere Schreibthemen an die Hand, aus denen wir immer freitags eine auswählen und darüber schreiben dürfen.

Das sind die Themen für November 2018:

  • Schreibe eine Geschichte, die mit dem Satz „Henriette war eine ganz einfache Fee. Was jedoch niemand wusste war…“ beginnt.
  • Erzähle wie die Welt aussehen würde, wenn es überall nur noch eine Jahreszeit geben würde.
  • Du bist eine kleine Schneeflocke, plötzlich wird beschlossen, dass es keinen Winter mehr geben wird. Erzähle wie du dich fühlst.
  • Wenn du zwischen den Fähigkeiten „Fliegen“, „Durch die Zeit reisen“, „Gedanken lesen“ und „Zaubertränke herstellen“ wählen könntest, welche würdest du haben wollen und was würdest du damit anstellen?
  • Ein Schneemann erzählt aus seinem Leben.

writing friday

Mein heutiges Schreibthema: Du bist eine kleine Schneeflocke, plötzlich wird beschlossen, dass es keinen Winter mehr geben wird. Erzähle wie du dich fühlst.

Flocke und Eisy

„Waaas?! Das können die doch nicht machen!“ Völlig verzweifelt lasse ich mich auf eine Wolke sinken. „Die können doch nicht einfach den Winter abschaffen. Was wird denn dann aus uns?“

Eisy, der Eiszapfen, sieht mich traurig an. „Ich weiß es nicht, Flocke. Aber ich bin mir ganz sicher, dass ich mich nicht verhört habe.“

„Das ist so gemein!“ Angst, Verzweiflung und eine gewisse Trauer machen sich in mir breit. Ich möchte schreien, weinen, fluchen. Doch stattdessen liege ich nur wie ein Häufchen Elend auf meiner Wolke und schaue ins Tal hinab. Die Sonne scheint und unten ist es grün und die Leute laufen in T-Shirts herum. Dabei ist es bereits November. Ein ewiger Sommer? Das kann doch nicht gutgehen. Was wird aus Weihnachten? Die Kinder wünschen sich doch immer weiße Weihnachten. Das werden sie jetzt nie wieder erleben, wenn sie den Winter einfach abschaffen.

Eisy legt sich neben mich und rückt nah an mich heran. „Ich vermisse die Menschen jetzt schon.“

„Ich auch.“ Ein leises Schluchzen entweicht mir. „Sie haben mit mir Schneemänner oder Iglus gebaut. Einmal war ich Teil einer Schneerutsche. Das hat den Kindern so viel Spaß gemacht. Ich habe mich als kleiner Teil eines großen Ganzen gesehen. Das hat mir gutgetan. Und es hat mich mit Freude erfüllt, wenn ich gesehen habe, wie glücklich die Kinder mit uns sind.“

„Ja, mich haben sie vom Dach abgebrochen und als Nase für ihren Schneemann verwendet, weil sie keine Karotte da hatten.“ Eisy kichert leise bei der Erinnerung. „Es war dann eher ein Schneepinocchio.“

„Das alles werden wir jetzt niemals mehr erleben.“ Ich kuschle mich an Eisy. Seine Kälte durchdringt mich und ich fühle mich beschützt.

„Ach Flocke“, sagt Eisy. „Ich bin froh, dass wir wenigstens noch zusammen sind.“

„Ja“, antworte ich. „Solange wir zusammenhalten wird alles gut.“


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